Mission „Kwaito“

EES in Aschaffenburg

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Afro-Pop, House, Reggea, Hip-Hop – oder einfach nur: Kwaito. Es ist die Musik der Schwarzen, entstanden um die Jahrtausendwende (Korrektur: in den 1990er Jahren) direkt in den Townships Südafrikas. Auch EES macht Kwaito. Ausgerechnet. Denn er ist weiß. Ein Weißer aus Namibia. In der von Schwarzen dominierten Kwaito-Szene des südlichen Afrika, ist er aber zwischenzeitlich längst akzeptiert. Jetzt macht er sich nun seit ein paar Jahren daran, diesen Musikstil nach Deutschland und Europa zu bringen. Es ist eine Mission. Seine Mission. Die „Mission Kwaito“. – Ein Interview mit EES vom 16. August, unmittelbar vor seinem Auftritt beim „Afrika Karibik Festival“ in Aschaffenburg.

Der Namibianer Erik Sell, genannt „EES“, leistet echte Pionierarbeit. Denn in Deutschland hat Kwaito noch einen weiten Weg vor sich. In Aschaffenburg trat EES, Namibias Exportgut Nr. 1, gestern, am 16. August, mit seiner „YES-Ja! Band“ vor gut 500 begeisterten Fans auf.

EES, ein Meister der Selbstvermarktung, besitzt (natürlich) ein eigenes Platten- (EES Records – YES-Ja Music) und ein Klamottenlabel (EES WeaR). Auch einen Film (YES-JA! – The Kwaito Film) hat er gedreht und selbst in den Markt für Softdrinks ist er eingestiegen, wo er mit großem Erfolg einen Energy Drink namens WUMA unter die Leute bringt. Selbstverständich beherrscht er die sozialen Medien aus dem Eff-Eff und weiss sie natürlich für sich zu nutzen. Täglich, stündlich, ja im Sekundentakt „liken“ ihn immer neue Fans. Gut 73.000 sind es derzeit auf Facebook.

EES im InterviewFür EES, der konsequent NAM-Slang quatscht wie ihm der Schnabel gewachsen ist, eine Frage der Zeit, wann aus diesem „Schneeball eine Lawine wird“ und Kwaito auch Europa erobert. Denn eines ist die Musik auf jeden Fall: Ansteckend! Gegen die ultraharten Gangster-Rapper hat EES gar nichts, aber das Feld überlässt er den vielen anderen, die sich in diesem Genre tummeln. NAM-Flava, das ist sein ganz persönlicher Kwaito-Stil aus Namibia. Tanzlastig, gut gelaunt, fröhlich, frei. Und das zelebriert er auch immer wieder auf der Bühne. Mit NAM FLAG. EES wünscht sich, dass, wie in Südafrika und Namibia, wo er längst zu den Stars der Szene gehört und mächtig Preise abgeräumt hat, auch die „manchmal ernsten“ Europäer seine Musik gut finden. Daran arbeitet er. Auf der Bühne, neben der Bühne, tagsüber, nachts, im Studio, draußen bei seinen Fans, in Namibia und in Deutschland, stets gut gelaunt und in bester Stimmung.  EES in Aschaffenburg: Die Bilder – EES im Interview:

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