New York City kompakt – in 6 Tagen.

Kunst im MOMANew York City macht müde, denn wer von New York City möglichst viel sehen will, muss, trotz Metro (U-Bahn), weite Wege gehen. Zu Fuß. Mit weit meine ich: sehr weit. Das ist anstrengend und sorgt für schmerzende Füße. Erstrecht, wenn das Tagesprogramm vollgepackt ist mit Sightseeing und Shoppen, wenn keine Zeit ist, um die Flut an Eindrücken überhaupt verarbeiten zu können. Die Gegenmaßnahme: New York City kompakt erleben. Mit genügend Zeit für Pausen und zum Verweilen. Nur wie? Mit viel Mut zur Lücke. Konstruktiver Verzicht ist eine Taktik für mehr Qualität im New-York-Urlaub. Richtig, es ist Urlaub und keine Belastungsprobe. Die Kunst ist: Weglassen, um mehr von der wertvollen Zeit für Erholungsphasen während einer Städtereise zu haben. Packt also nicht zu viel rein. Und so lassen sich 6 Tage entspannt gestalten, ohne sich dabei zu sehr anzustrengen, dafür reichlich Ruhepausen zum Genießen zu haben und auf (fast) nichts verzichten zu müssen: New York City kompakt – in 6 Tagen.

Startvoraussetzung für New York City kompakt:

Um New York City kompakt zu erkunden, ist eine zentralen Unterkunft von Vorteil sowie die Möglichkeit, jederzeit auf die öffentlichen Verkehrsmittel zugreifen zu können. Das eröffnet eine gewisse Flexibilität und gibt Raum für spontane Planänderungen. Wir hatten folgende Startvoraussetzungen für unser New York City kompakt-Erlebnis:

a) Wir wohnen im POD 51, Midtown, Manhattan, 230 51 Str. East,
b) haben einen New York Pass
c) und ein Metro-Ticket (MetroCard).

Los geht’s:

Emipre State Building1. Tag – Stadtrundfahrt Downtown, Battery Park, Empire State

  • Ausschlafen, danach Frühstücken (z. B. im Oxford Cafe, Lexington Av./Ecke 53. St. East)
  • Mit der Metro zur Grand Central, dort dann BIG Bus Stadtrundfahrt durch Downtown mit den Highlights Financial District, Greenwich, Meatpacking District, Soho, Noho und Chelsea. Abfahrt an der Grand Central Station. Das schont die Füße und ist für den ersten Tag optimal, um sich einen Überblick zu verschaffen.
  • An der Haltestelle „Battery Park“ aussteigen, Parkbank an der Waterfront suchen, Füße hoch und Sonne genießen.
  • Nachmittags: Empire State Building. Ein Muss! Der Ausblick von der 86. Etage ist kolossal!
  • Abends:
    Essen in China Town oder Little Italy. Vor dem Schlafen gehen: Times Square bei Nacht!

2. Tag:
“Statue of Liberty” Cruise – Brooklyn Brigde Fahrradtour – High Line ParkNew York City kompakt: Must see - die Skyline von Downtown, Manhattan, New York City

  • Ausschlafen, frühstücken (z. B. bei „Ess-a-Bagel“, New Yorks bestem Bagel Restaurant, 3rd Av. / 51. Str. East).
  • Um 12:30 Uhr ab Pier 16, Financial District, „Statue of Liberty“-Cruise mit der „Circle Line“.
  • Danach lange Pause auf einer Bank in der Nähe des Pier 16, die Szenerie der Promenade genießen. Zahlreiche Imbissstände versorgen Euch dabei mit Leckereien, Getränken und Smoothies.
  • Wer mag, kann danach mit dem Fahrrad über die Brooklyn Bridge radeln. Sie bietet einen grandiosen Ausblick auf Manhattan. Fahrradverleih in unmittelbarer Nähe des Pier 16 auf der gegenüberliegenden Straßenseite (nämlich Pier 17, South Street Seaport) bei „Blazing Saddles“.
  • Etwas laufen muss man dann doch im High Line Park. Wo einst die Metro entlang fuhr, befindet sich jetzt auf der ehemaligen Hochbahntrasse ein etwa zweieinhalb Kilometer Park. Wobei: Der Begriff “Park” wird in den USA gelegentlich etwas überinterpretiert. Park, darunter verstehen Europäer nun mal Grünflächen und Bäume. Auch in den USA gibt diese Art von Parks (Central Park), aber der High Line Park ist tatsächlich wohl eher so etwas wie eine spärlich begrünte Promenade, aber schön. Dafür sollten sich die Besucher deshalb viel Zeit nehmen und zahlreiche Schaupausen einlegen, denn der High Line Park schlängelt sich wie ein Catwalk durch die Stadt und lässt einen beinahe jeden Meter des Weges mit einer anderen Perspektive auf den Mikrokosmos “Chelsea” blicken, der sich parallel zur 10. Avenue vor den Augen der Spaziergänger in allen seinen Facetten entfaltet. Ein Schaufenster, ein Kino, ein urbanes Schau-ins-Land mit vielen, vielen Bänken und Sitzgelgenheiten. Tipp: Von Norden nach Süden laufen, dann kann man in Chelsea am Ausgang des Parks irgendwo zu Abend essen.

Central Park3. Tag – Central Park: Füße ganztags mit dem Fahrrad schonen

Der beinahe perfekte New York City kompakt-Tag, weil nur kurze Distanzen zu Fuß zurückgelegt werden. An Tag 3 steht das Fahrrad als Fortbewegungsmittel im Vordergrund.

  • Frühstück kauft man sich am besten irgendwo auf dem Weg zum Central Park.
  • Am Park-Eingang bekommt man auch Mietfahrräder. Dann losradeln, hübsches Plätzchen suchen, frühstücken, weiterradeln, wieder anhalten, Bands oder Solo-Musikern zuhören, verweilen, innehalten, ins Gras des „Great Lawn“ legen, New York einatmen, die Menschen beobachten, den Jungs oben bei den Courts beim Basketball zuschauen und feststellen, die können‘s wirklich.
  • Abendessen in einem Pub, z. B. im Cornerstone, direkt die 51. Str East runter, ganz in der Nähe des POD 51 Hotels.

4. Tag – Museums Tag

  • Frühstück bei „Paris Baguette“ (591 Lexington Ave., Midtown, Manhattan,
    New York, NY 10022), einer Kette, die sich der französischen Stulle Menschen, die auf Bilder starrenverschrieben hat. Auch hier schnappen wir uns ein kleines Frühstück für unterwegs.
  • MoMA und Guggenheim. Was soll man da noch sagen. Die größten Künstler und ihre größten Werke. Das muss man gesehen haben! Großartig.Wichtig: Zeit lassen, sich mal länger vor ein Bild setzen, es auf sich wirken lassen, innehalten, versuchen es zu verstehen und dem kostenlosen Audioguide lauschen.

5. Tag – Brooklyn / WilliamsburgProjektionsfläche für Kreative: Williamsburg

  • Mit der Metro (L-Train) nach Brooklyn/Williamsburg. Die Bedford Avenue – der Kiez von Williamsburg runter laufen. Die zahlreichen Sitzgelegenheiten auf der Straße nutzen und Pausen in Cafes machen, die alternative Szene von Williamsburg genießen.Dieses Viertel hat wirklich viel zu bieten. Es ist anders als Manhattan. Bunter, kreativer, kontrastreicher, farbenfroher mit echten Typen, und ohne Hochhäuser. Wir laufen in südlicher Richtung, kommen zur Williamsburg Bridge, gehen bis zur Mitte der Brücke, dann ins jüdische Viertel, stehen irgendwann vor dem legendären Steak-Restaurant von Peter Luger, sitzen dabei auf Treppe der Weylin B. Seymour’s Hall, beobachten eine Film Crew bei der Arbeit und gehen über die Driggs Avenue wieder zurück Richtung Norden, machen immer wieder Pausen in den Cafes entlang der Straße und erkunden die Antiquitäten-, Second-Hand- und Trödelläden.
  • Kleines Abendessen in Williamsburg, wo wir ein polnisches Restaurant auf der Bedford Ave. besuchen: Das „Dziupla“. Ist ok, aber mehr auch nicht. Polnisch essen geht man halt immer noch am besten in Polen. Z. B. in Krakau.

6. Tag – letzter Tag:
Relaxen an der Waterfront, Sonnen im Battery Bark, abends Williamsburg

  • Wir nehmen uns bei „Ess-a-Bagel“ ein Frühstück mit. Bagels bestellt man da so:
    „Two Everythings with Ham, Cheese, Egg and Ketchup, plus large Coffee“. Dann bekommt man ein Vollkornbrötchen, das in der Mitte ein Loch hat, durch das man durchschauen kann – einen Bagel eben. Und zwar mit Rührei, Käse, Schinken und Ketchup. Und Kaffee.
  • Damit lassen wir uns im im kleinen Greenacre Park schräg gegenüber des POD 51 Hotels nieder, der eigentlich kein Park ist, sondern eher ein Freisitz, wo ein paar Bäume aus dem Beton wachsen und uns ein Wasserfall, der aus der Wand kommt und sich zwischen reichlich angepflanztem Grünzeug in einem Pool etwas “Park vortäuscht”. Aber immerhin. Die Bagels schmecken herrlich.
  • U-Bahn-Linie 6, Haltestelle “Wall Street”. Weiter runter zur Waterfront am Hudson River geht’s nicht. Wir wollen zu Pier 17. Dort leihen wir uns bei „Blazing Saddles“ zwei Bikes und radeln los, immer am Wasser entlang.
  • Faulenzen im Battery Park. Neben uns legt alle 20 Minuten die Staten Island Ferry ab und lässt dabei das Nebelhorn laut Sonnen im Battery Park, Blick aufs Wasser genießenertönen.
    Ich radle zum Smoothie-Stand weiter vorne und hole für uns eine große “42”, das ist ein Orange-Karotte-Bananen-Smoothie … lecker …. Und wir essen ein Kebab mit Hühnchen-Fleisch, Zwiebeln, Paprika und Pita Brot. Wir liegen auf der Bank in der Sonne, wo die Angler uns Staunen lassen, weil sie beachtliche Fische aus dem Wasser ziehen, darunter ein Mini-Rochen und ein echt „kapitaler“ Fisch (sagt man das so?), der aussieht wie ein Wels. Ich würde sagen beinahe einen Meter lang?
  • Abends mit der U-Bahn zurück nach Williamsburg, wo wir uns zum Essen ins „Peter’s since 1969“ setzen und zwei der beliebten Plätze am Fenster ergattern. Ein lauer Abend, die Fenster sind offen, so mag ich das. Das Lokal war wohl eine ehemalige Metzgerei, denn die Wände sind alle gefliest. Es gibt amerikanische Hausmannskost. Z. B.: Schweinebraten in Weißweinsoße, mit Süßkartoffeln und Spinat.

So haben wir New York erlebt. Und es kam doch irgendwie anders. Die ganze Geschichte unter: new.york.ennosspheres.net

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